Griechischer Joghurt ist ein fermentiertes Milchprodukt mit besonders dichter, cremiger Konsistenz. Charakteristisch ist, dass bei der Herstellung oder Nachbehandlung ein Teil der Molke entfernt wird, wodurch sich Eiweiß und Geschmack pro 100 g konzentrieren. Traditionell ist er in der Küche des Mittelmeerraums verankert, heute wird er aber in vielen Ländern produziert und ganzjährig angeboten. Im Handel findest du ihn meist als Naturprodukt mit unterschiedlichem Fettgehalt, daneben auch als "Joghurt nach griechischer Art". In der Küche funktioniert er sowohl süß als auch herzhaft: im Frühstück mit Obst und Haferflocken, als Basis für Dips, Dressings, Marinaden oder als cremige Komponente in Desserts. Für warme Gerichte eignet er sich eher zum Unterrühren bei milder Hitze als zum starken Kochen. Aus Praxissicht fällt vor allem die Kombination aus cremiger Textur, frischer Säure und vergleichsweise hohem Eiweißgehalt auf. Naturvarianten sind vielseitiger als gezuckerte Becherprodukte, weil du Süße, Salz und Gewürze selbst steuern kannst. Da es sich um ein gekühltes Milchprodukt handelt, spielt Saison kaum eine Rolle; wichtiger sind Zutatenliste, Fettstufe und der geplante Einsatz in der Küche.