Grüner Tee und Matcha stammen beide von der Teepflanze Camellia sinensis. Der grundlegende Unterschied liegt weniger in der Botanik als in Verarbeitung und Zubereitung: Grüner Tee wird als Blatt oder Blattbruch aufgegossen, Matcha als fein vermahlenes Teepulver vollständig mitgetrunken. Wichtige Anbau- und Verarbeitungsländer sind vor allem Japan und China, wobei Matcha besonders eng mit der japanischen Teekultur verbunden ist. Im Handel findest du grünen Tee lose, im Beutel oder als Spezialitäten wie Sencha und Gyokuro. Matcha wird meist in Dosen oder Beuteln verkauft und in Zeremonie- oder Küchenqualität angeboten. Für die Praxis heißt das: Beim klassischen grünen Tee landen vor allem wasserlösliche Bestandteile in der Tasse, beim Matcha nimmst du das ganze Blattpulver auf. Geschmacklich reicht das Spektrum von frisch-grasig und leicht nussig bis deutlich herb und adstringierend. Matcha wirkt meist dichter, cremiger und intensiver, während aufgegossener grüner Tee leichter ausfällt. Da beide Produkte getrocknet sind, gibt es keine eigentliche Frischesaison; entscheidend sind eher Erntequalität, Lagerung und eine passende Wassertemperatur.