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Isländisch Moos (Lichen)

Aktualisiert

KI-generiertes Symbolbild: Isländisch Moos (Lichen)
Kurz erklärt: Isländisch Moos ist kein Moos, sondern eine Flechte aus Nordeuropa. Getrocknet wird es als schleimiger, leicht bitterer Tee aufgegossen. In der EU ist es nur für Nahrungsergänzungsmittel eingestuft; Flechten können Blei anreichern – geprüfte Apothekenware ist die bessere Wahl.

Mythen & Fakten

„Isländisch Moos ist ein echtes Moos“ – stimmt das?

Mythos: Botanisch stimmt das nicht. Es handelt sich um eine Flechte, also eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge beziehungsweise Cyanobakterien.

„Isländisch Moos ist vor allem ein Küchenlebensmittel“ – stimmt das?

Teilweise wahr: Nein. Früher wurde die Flechte als Notnahrung gegessen; heute ist sie in der EU nur für Nahrungsergänzungsmittel eingestuft und wird als Tee getrunken.

„Die Flechte enthält viele besondere Schleimstoffe“ – stimmt das?

Stimmt: Das ist korrekt. Lichenin und verwandte Polysaccharide prägen die Textur und machen die Zutat für Auszüge interessant.

Quellen

  1. European Union herbal monograph on Cetraria islandica (L.) Acharius s.l., thallus (EMA/HMPC/678891/2013) · European Medicines Agency (EMA/HMPC), 2014
  2. Assessment report on Cetraria islandica (L.) Acharius s.l., thallus · European Medicines Agency (EMA/HMPC), 2014
  3. EU Novel Food Catalogue: Cetraria islandica (POL-NF-00232) · Europäische Kommission, 2026