Johannisbrot, auch Carob genannt, stammt vom Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua), der im Mittelmeerraum wächst. Verwendet werden vor allem die langen, braunen Schoten, deren Fruchtfleisch von Natur aus süß schmeckt. Botanisch gehört die Pflanze zu den Hülsenfrüchtlern, küchentechnisch wird sie aber eher wie eine süße Zutat oder Kakao-Alternative eingesetzt. Im Handel findest du Johannisbrot meist als Pulver, seltener als ganze getrocknete Schoten oder als Sirup. Das Pulver wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch hergestellt und lässt sich in Backwaren, Porridge, Desserts oder warmen Getränken verwenden. Anders als Kakao ist Carob koffeinfrei und sehr fettarm, was es für bestimmte Rezepte interessant macht. Aus Praxissicht punktet Johannisbrot vor allem durch seine milde, malzige Süße und die unkomplizierte Lagerung. Da es getrocknet verkauft wird, ist es ganzjährig verfügbar und lange haltbar. Geschmacklich ersetzt es Kakao nicht exakt, funktioniert aber gut in Rezepten, in denen eine sanfte, leicht karamellige Note gefragt ist.