Kefir-Knollen sind keine Pflanze, sondern eine lebende Symbiose aus Milchsäurebakterien, Essigsäurebakterien und Hefen. Sie werden traditionell verwendet, um Milch zu fermentieren und daraus Milchkefir herzustellen. Historisch ist diese Kultur vor allem mit dem Kaukasus verbunden, heute wird sie in vielen Küchen weltweit privat weitervermehrt. In der Praxis nutzt du Kefir-Knollen, indem du sie in Milch einlegst und den Ansatz nach etwa einem Tag abseihst. Im Handel findest du häufiger fertigen Kefir als die Knollen selbst; frische oder getrocknete Kulturen bekommst du eher online, über Tauschgruppen oder spezialisierte Anbieter. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen echtem Knollen-Kefir und industriell hergestelltem Kefir mit Starterkulturen. Geschmacklich ist selbst gemachter Kefir meist säuerlich, leicht hefig und je nach Fermentationsdauer auch etwas prickelnd. Küchenpraktisch ist er vielseitig: als Getränk, im Smoothie, für kalte Dips oder als saure Komponente im Teig. Da es sich um ein frisches fermentiertes Milchprodukt handelt, sind sauberes Arbeiten, kühle Lagerung und ein wachsamer Blick auf Geruch und Aussehen besonders wichtig.