Lotuswurzel ist das essbare Rhizom des Indischen Lotus (Nelumbo nucifera), einer Wasserpflanze aus Asien. Botanisch handelt es sich also nicht um eine klassische Wurzel, sondern um einen unterirdischen Spross, der in schlammigen Teichen wächst. In der Küche fällt sie durch ihr markantes Lochmuster im Querschnitt und ihre feste, saftige Struktur auf. Besonders verbreitet ist sie in China, Japan, Korea, Indien und Teilen Südostasiens. Im Handel findest du Lotuswurzel frisch, vakuumiert, eingelegt oder tiefgekühlt. Frische Ware muss meist geschält und wegen der schnellen Oxidation zügig verarbeitet oder in leicht angesäuertem Wasser zwischengelagert werden. Verwendet wird sie in Wokgerichten, Suppen, Salaten, Tempura oder als süß-sauer eingelegte Beilage. Geschmacklich ist Lotuswurzel mild, leicht süßlich und dezent nussig. Ihr größter Pluspunkt in der Praxis ist die besondere Textur: selbst nach kurzem Garen bleibt sie oft angenehm knackig. In Deutschland ist sie eher eine Spezialzutat aus dem Asia-Markt, verarbeitet erhältlich aber deutlich einfacher zugänglich als noch vor einigen Jahren.