Miso ist eine fermentierte Würzpaste aus Japan, die meist aus Sojabohnen, Salz und Koji hergestellt wird; je nach Sorte kommen auch Reis oder Gerste dazu. Botanisch steht also nicht eine einzelne Pflanze im Mittelpunkt, sondern ein traditionell verarbeitetes Lebensmittel auf Basis von Hülsenfrüchten und Getreide. Typisch ist der ausgeprägte Umami-Geschmack, der von mild-süßlich bis kräftig-herzhaft reichen kann. In der Küche wird Miso vor allem für Suppen, Dressings, Marinaden, Glasuren und Saucen verwendet. Im Handel findest du es meist als helle oder dunkle Paste im Kühlregal, im Asialaden, Bioladen oder in gut sortierten Supermärkten. Die Farbe gibt oft einen Hinweis auf die Reifezeit und Intensität: helles Miso schmeckt milder, dunkles meist kräftiger und salziger. Aus Praxissicht ist Miso vor allem eine konzentrierte Würzzutat, von der schon kleine Mengen viel Geschmack bringen. Wichtig ist der hohe Salzgehalt: Beim Kochen solltest du andere salzige Zutaten entsprechend anpassen. Saisonabhängig ist Miso nicht, weil es fermentiert und lange haltbar ist; dadurch eignet es sich gut als Vorratsprodukt für die Alltagsküche.