Palo Santo Tee ist ein Aufguss aus dem Holz von Bursera graveolens, einem Baum aus trockeneren Regionen Südamerikas, vor allem aus Ecuador und Peru. Anders als klassische Kräutertees wird hier kein Blatt oder Blütenmaterial, sondern fein geschnittenes, lebensmitteltaugliches Holz verwendet. Botanisch und kulinarisch ist das eine Nischenzutat mit deutlich eigenem Profil. Im Handel findet man Palo Santo meist als Räucherholz; für die Küche geeignet ist jedoch nur Ware, die ausdrücklich als Lebensmittel oder Tee-Rohstoff gekennzeichnet ist. Zubereitet wird der Tee eher wie ein Dekokt: kleine Stücke werden einige Minuten sanft gekocht oder länger ziehen gelassen. So lösen sich vor allem aromaaktive Bestandteile, während Makronährstoffe kaum eine Rolle spielen. Geschmacklich wirkt der Aufguss harzig, holzig und leicht zitrisch, mit einer trockenen, warmen Note. Palo Santo ist kein Alltagsgetränk wie Pfefferminze oder Kamille, sondern eher etwas für kleine Mengen und bewusste Zubereitung. Praktisch wichtig sind Herkunft, saubere Deklaration und die klare Trennung zwischen Räucherware und lebensmitteltauglichem Teematerial.