Perga, auch Bienenbrot genannt, ist von Honigbienen fermentierter Blütenpollen, der in den Waben als Vorrat eingelagert wird. Die Bienen mischen den gesammelten Pollen mit Nektar, Honig und Enzymen; anschließend läuft im Stock eine natürliche Milchsäurefermentation ab. Als Lebensmittel ist Perga damit ein traditionelles Bienenprodukt, das sich deutlich von losem Blütenpollen und von Honig unterscheidet. Im Handel findest du Perga meist getrocknet als kleine, unregelmäßige Körnchen oder seltener frisch aus der Imkerei. Verwendet wird sie überwiegend in kleinen Mengen, zum Beispiel über Joghurt, Müsli, Porridge oder in kalten Smoothies. Wegen des eigenständigen Aromas spielt Perga eher die Rolle eines Toppings als einer Grundzutat. Geschmacklich ist Perga süßlich, leicht säuerlich und je nach Blütentracht auch herb oder harzig. Die Ernte hängt von Region, Wetter und Pollensaison ab, daher schwanken Farbe, Größe und Nährwerte stärker als bei standardisierten Produkten. In der Küche bewährt sich Perga vor allem dort, wo ihre körnige Textur und ihr fermentiertes Aroma erhalten bleiben.