Rosmarin ist ein immergrünes, nadelblättriges Küchenkraut aus dem Mittelmeerraum und gehört botanisch zu den Lippenblütlern. Heute wird er unter dem Namen Salvia rosmarinus geführt; die ältere Bezeichnung Rosmarinus officinalis ist im Handel und in Kochbüchern aber weiterhin sehr verbreitet. In der Küche zählt Rosmarin zu den klassischen Würzkräutern für herzhafte Gerichte, besonders dort, wo Olivenöl, Kartoffeln, Bohnen oder Ofengemüse eine Rolle spielen. Im Handel findest du Rosmarin frisch als Bund oder Topfkraut, außerdem getrocknet, gerebelt oder seltener tiefgekühlt. Frische Zweige eignen sich gut zum Mitgaren in Schmorgerichten oder zum Aromatisieren von Öl, während getrockneter Rosmarin praktisch für Marinaden, Brot und Ofengerichte ist. Weil die Nadeln recht fest sein können, werden sie oft fein gehackt oder als ganzer Zweig mitgekocht und später entfernt. Geschmacklich ist Rosmarin kräftig, harzig, leicht bitter und sehr aromatisch, deshalb reicht meist schon eine kleine Menge. Frischer Rosmarin ist ganzjährig erhältlich, besonders unkompliziert als Topfpflanze auf Balkon oder Fensterbank. In der Praxis bewährt er sich vor allem bei längerer Garzeit, weil sich sein Aroma dann gleichmäßig im Gericht verteilt, ohne alles zu überdecken.