Sauerkirschen sind die Früchte des Sauerkirschbaums (Prunus cerasus) und gehören botanisch zum Steinobst. Sie stammen aus gemäßigten Regionen Europas und Westasiens und werden heute unter anderem in Deutschland, Polen und Ungarn angebaut. Im Unterschied zu Süßkirschen sind sie kleiner, weicher und deutlich säuerlicher, was sie vor allem für die Küche interessant macht. Im Handel findest du Sauerkirschen frisch nur relativ kurz in der Saison, dafür aber ganzjährig als Tiefkühlware, im Glas, als Kompott, Konfitüre oder Saft. Für Kuchen, Grütze und Desserts werden sie meist entsteint verarbeitet. Reine Direktsäfte und ungesüßte TK-Früchte sind aus Küchensicht oft die unkompliziertesten Formen. Praktisch sind Sauerkirschen vor allem wegen ihres klaren, frischen Aromas: Sie bringen Säure, Frucht und Farbe in süße Speisen, ohne schnell schwer zu wirken. Frisch sind sie druckempfindlich und nur kurz haltbar, verarbeitet dagegen sehr alltagstauglich. Für herzhafte Gerichte eignen sie sich punktuell, ihre Stärke liegt aber klar bei Frühstück, Backen und Dessert.