Shiitake ist der Fruchtkörper des Pilzes Lentinula edodes und zählt nach dem Champignon zu den weltweit am häufigsten kultivierten Speisepilzen. Ursprünglich stammt er aus Ostasien, heute wird er auch in Europa in kontrollierten Kulturen angebaut. In der Küche fällt er durch seinen braunen Hut, den festen Biss und ein ausgeprägtes Umami-Aroma auf. Im Handel findest du Shiitake frisch, getrocknet oder seltener bereits mariniert. Frische Exemplare eignen sich gut zum Braten, Rösten und für Wokgerichte, während getrocknete Shiitake vor allem in Brühen, Schmorgerichten und Saucen verwendet werden. Die Stiele sind meist deutlich zäher als die Hüte und landen oft eher im Fond als direkt auf dem Teller. Aus Praxissicht ist Shiitake vor allem dann interessant, wenn du Gerichten ohne viel Aufwand mehr Tiefe geben willst. Er passt gut zu Sojasauce, Ingwer, Reis, Nudeln und Tofu, kann aber auch in europäischen Pilzpfannen funktionieren. Da Kulturware ganzjährig verfügbar ist, spielt Saison beim Einkauf eine kleinere Rolle als Frische, Geruch und Textur.