Zunderschwamm ist ein mehrjähriger Baumpilz mit dem botanischen Namen Fomes fomentarius. Er wächst vor allem an geschwächten oder abgestorbenen Laubbäumen wie Buche und Birke und bildet harte, hufförmige Fruchtkörper. In Mitteleuropa ist er seit langem bekannt, allerdings nicht als klassischer Speisepilz, sondern eher als Gebrauchs- und Rohstoffpilz. In der Küche spielt Zunderschwamm nur eine kleine Rolle. Wegen seiner sehr festen, korkigen Struktur wird er nicht wie Champignons oder Austernpilze gebraten, sondern allenfalls in getrockneter und zerkleinerter Form für Aufgüsse, Abkochungen oder bittere Pilztees verwendet. Im Handel findet man ihn eher als Schnittware, Pulver oder Spezialprodukt aus Wildsammlung. Praxistauglich ist er vor allem für Menschen, die sich für traditionelle Pilzrohstoffe interessieren und mit herben, holzigen Aromen arbeiten möchten. Frisch gesammelt ist eine sichere Bestimmung entscheidend, denn alte oder verschmutzte Fruchtkörper sind für die Küche ungeeignet. Geschmacklich bleibt Zunderschwamm zurückhaltend, die Textur dagegen ist der Hauptgrund, warum er kaum als Esspilz verwendet wird.