Drachenblut-Harz ist ein tiefrotes Baumharz aus Croton lechleri, einem Wolfsmilchgewächs aus dem Amazonasgebiet. Botanisch handelt es sich nicht um eine Frucht, ein Gewürz oder ein klassisches Küchenharz, sondern um ein austretendes Pflanzenexsudat. Im deutschsprachigen Lebensmittelalltag spielt es kaum eine Rolle und ist eher ein Nischenprodukt aus dem Spezialhandel. Im Handel findet man es vor allem als flüssiges Harz oder als verarbeitete Spezialprodukte. Für die Küche ist es nur sehr eingeschränkt relevant, weil Geschmack, Textur und Dosierung untypisch für alltägliche Rezepte sind. Wichtig ist die klare Unterscheidung zwischen Produkten, die ausdrücklich als Lebensmittel verkauft werden, und solchen für andere Verwendungszwecke. Praxistauglich ist Drachenblut-Harz vor allem als seltene Spezialzutat mit sehr kleiner Einsatzmenge. Sensorisch ist es stark herb, harzig und adstringierend, wodurch es nur in wenigen Anwendungen sinnvoll erscheint. Eine klassische Saison gibt es nicht; verfügbar ist es, wenn überhaupt, ganzjährig als Importware.