Nopal-Kaktus bezeichnet die jungen, flachen Sprossblätter des Feigenkaktus, meist von Opuntia ficus-indica. Botanisch ist er ein Kakteengewächs, küchentechnisch wird er wie ein Gemüse verwendet. Besonders verbreitet ist Nopal in Mexiko und anderen trockenen Regionen Mittelamerikas, wo er seit Langem zum Alltagsessen gehört. Im Handel findest Du Nopal frisch als entstachelte Pads, vorgeschnitten als Nopalitos im Glas oder in der Dose sowie seltener tiefgekühlt. Vor der Zubereitung werden frische Pads von Stacheln und verdickten Rändern befreit, dann in Streifen oder Würfel geschnitten. Häufig kommt Nopal in Salaten, Tacos, Pfannengerichten oder kurz gegrillt auf den Teller. Typisch ist sein milder, leicht säuerlicher Geschmack und eine saftige, teils gelartige Textur durch natürliche Schleimstoffe. Genau diese Konsistenz ist in der Küche Geschmackssache: Du kannst sie durch Blanchieren, Abspülen oder kräftiges Anbraten etwas reduzieren. Frische Ware ist in Deutschland eher ein Spezialprodukt, Konserven sind deutlich leichter zu bekommen.