Auch bekannt als: St. John's Wort, Hypericum perforatum, Hyperforin
Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist eine Arzneipflanze, deren Extrakte seit langem untersucht und verwendet werden. Im Fokus stehen vor allem standardisierte Präparate mit definierten Gehalten an Hypericinen und teils Hyperforin. Johanniskraut ist kein essenzieller Nährstoff, sondern ein pflanzlicher Extrakt mit komplexem Wirkstoffprofil.
Gewonnen wird es aus den oberirdischen Pflanzenteilen, meist als Trocken- oder Flüssigextrakt. Für die wissenschaftliche Einordnung ist wichtig, dass sich Ergebnisse aus Studien in der Regel auf standardisierte Extrakte beziehen und nicht ohne Weiteres auf Tees, Pulver oder beliebige Mischprodukte übertragbar sind. Im Körper ist vor allem relevant, dass Johanniskraut Enzyme und Transporter des Arzneistoffwechsels beeinflussen kann.
Johanniskraut wird laut Studien vor allem im Zusammenhang mit Stimmung, Stressbelastung und Schlaf untersucht. Für bestimmte standardisierte Extrakte gibt es klinische Daten, die je nach Präparat, Dosierung und Anwendungsdauer unterschiedlich ausfallen. Die Evidenz ist uneinheitlich, und die Übertragbarkeit auf frei kombinierte Nahrungsergänzungen ist begrenzt.
Wichtig: Johanniskraut hat ein hohes Potenzial für Wechselwirkungen, insbesondere mit Arzneimitteln, die über Leberenzyme oder Transportproteine verstoffwechselt werden. Dazu können unter anderem hormonelle Verhütungsmittel, Antidepressiva, Gerinnungshemmer, Immunsuppressiva und weitere Medikamente zählen. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Präparate, bei Schwangerschaft, Stillzeit oder bestehenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung empfohlen. Kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung.
Minimum: 300 mg · Optimal: 900 mg · Maximum: 1800 mg
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Wirkungseintritt: [object Object]
Für Johanniskraut gibt es keinen anerkannten Nährstoffmangel im klassischen Sinn. Symptome sind unspezifisch — ärztliche Abklärung empfohlen.