Auch bekannt als: Red Clover, Trifolium pratense, Rotklee-Extrakt, Phytoöstrogene
Rotklee (Trifolium pratense) ist eine Kleepflanze, deren Extrakte vor allem wegen ihres Gehalts an Isoflavonen verwendet werden. Dazu zählen unter anderem Biochanin A, Formononetin, Genistein und Daidzein. Diese Pflanzenstoffe werden als Phytoöstrogene bezeichnet, weil sie strukturelle Ähnlichkeiten mit körpereigenen Östrogenen haben und im Körper mit entsprechenden Signalwegen interagieren können.
Für Nahrungsergänzungsmittel werden meist Blüten- oder Krautextrakte eingesetzt, die auf einen bestimmten Isoflavongehalt standardisiert sind. Nach der Aufnahme werden die Inhaltsstoffe im Darm und in der Leber verstoffwechselt. Dabei kann die individuelle Darmflora beeinflussen, welche Metaboliten entstehen und wie stark ein Extrakt subjektiv wahrgenommen wird. Deshalb können sich Erfahrungen zwischen Personen deutlich unterscheiden.
Rotklee wird besonders im Zusammenhang mit Wechseljahresbeschwerden, Knochenstoffwechsel und Gefäßfunktion untersucht. Hinweise aus Studien deuten auf mögliche Effekte bei Hitzewallungen und verwandten Beschwerden hin, die Evidenz ist jedoch uneinheitlich. Nicht jede Studie zeigt einen klaren Vorteil, und Unterschiede in Extrakt, Dosis, Studiendauer und Ausgangslage erschweren die Einordnung.
Wichtig: Rotklee sollte bei hormonabhängigen Erkrankungen oder unklaren Beschwerden nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden. Vorsicht ist auch bei der Einnahme von Antikoagulanzien, Hormonpräparaten oder anderen Medikamenten geboten, da Wechselwirkungen möglich sind; bei Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung empfohlen. In Schwangerschaft und Stillzeit wird eine Anwendung ohne ärztliche Beratung nicht empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung.
Minimum: 400 mg · Optimal: 800 mg · Maximum: 1200 mg
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Rotklee ist kein essenzieller Nährstoff, daher gibt es keinen klassischen Mangelzustand. Symptome sind unspezifisch — ärztliche Abklärung empfohlen.