DHEA wird als „Jugendhormon“ beworben. Hier steht, was dahintersteckt, warum du es nicht einfach kaufen kannst und was Studien zeigen.
DHEA steht für Dehydroepiandrosteron. Es ist ein Steroidhormon und wird vor allem in den Nebennieren gebildet. Der Körper wandelt es in Androgene wie Testosteron und in Östrogene um.
Mit dem Alter bildet der Körper weniger DHEA. Darauf beruht die Idee, es als „Jugendhormon“ zu verkaufen. Als Arzneistoff heißt es Prasteron.
Produkte aus dem Internet, die als Nahrungsergänzung verkauft werden, sind in Deutschland also nicht verkehrsfähig.
Hier steht, was untersucht wurde, an wem und mit welchem Ergebnis – ohne Versprechen.
Ein Cochrane-Review von 2015 wertete 28 Studien mit rund 1.270 Frauen aus. Die Lebensqualität verbesserte sich nicht. Bei der Sexualfunktion gab es möglicherweise einen kleinen Unterschied. Akne und andere männliche Hormonwirkungen traten häufiger auf.
In einer zweijährigen Studie mit 144 älteren Menschen (2006) änderten sich Körperzusammensetzung, Kraft, Stoffwechselwerte und Lebensqualität nicht nennenswert.
Ein Cochrane-Review von 2024 untersuchte DHEA bei Frauen in der künstlichen Befruchtung. Bei der Zahl der Lebendgeburten machte es wahrscheinlich wenig oder keinen Unterschied.
Weil DHEA in Geschlechtshormone umgewandelt wird, erwartet die Expertenkommission von BVL und BfArM ähnliche Risiken wie bei einer Hormonersatztherapie. Dazu zählen Brust- und Eierstockkrebs, Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Systematische Studien zu Wechselwirkungen von DHEA als Präparat gibt es kaum. Weil es in Hormone umgewandelt wird, kann es Hormon- und Antihormon-Therapien beeinflussen.
| Medikament | Gut zu wissen |
|---|---|
| Hormonersatztherapie (Östrogene, Gestagene, Androgene) | Die Kombination mit dem zugelassenen Prasteron-Arzneimittel wurde nicht untersucht und wird laut Fachinformation nicht empfohlen. |
| Antihormon-Therapien (zum Beispiel bei Brustkrebs) | DHEA liefert Bausteine für Geschlechtshormone. Nur nach Rücksprache mit der behandelnden Praxis. |
Nimmst du Medikamente, sprich vor jedem DHEA-Produkt mit deiner Praxis oder Apotheke.
Nein. Prasteron (DHEA) ist verschreibungspflichtig. Als Nahrungsergänzung darf es nicht verkauft werden.
Ein Cochrane-Review fand keine bessere Lebensqualität, dafür häufiger Akne und andere männliche Hormonwirkungen.
Ja. DHEA steht auf der Verbotsliste der WADA und ist im Sport jederzeit verboten.
Häufig Akne, fettige Haut und mehr Körperbehaarung. Fachleute erwarten zudem ähnliche Risiken wie bei einer Hormonersatztherapie.
Die Nebennieren bilden mit den Jahren weniger davon. Ob es hilft, das auszugleichen, ist nicht belegt – in Studien mit älteren Menschen zeigte sich kein klarer Nutzen.
Diese Seite informiert, sie ersetzt keine ärztliche Beratung. SmarTasty verkauft keine Nahrungsergänzungsmittel.