Manuka-Honig stammt aus dem Nektar der neuseeländischen Manuka-Pflanze und enthält bis zu 100-mal mehr Methylglyoxal (MGO) als andere Honige. Eine amtliche Dosierung gibt es nicht: Er ist ein Lebensmittel, besteht zu rund 82 % aus Zucker und zählt laut WHO zum freien Zucker, der unter 10 % der täglichen Energie bleiben soll. Eine EU-zugelassene Gesundheitsangabe gibt es nicht, und Babys unter 1 Jahr dürfen keinen Honig bekommen. Stand: Oktober 2026.
Manuka-Honig sammeln Bienen vor allem in Neuseeland aus den Blüten der Manuka-Pflanze (Leptospermum scoparium). In ihrem Nektar steckt viel Dihydroxyaceton. Daraus wird im Honig nach und nach Methylglyoxal, kurz MGO.
MGO hemmte im Labor das Wachstum von Bakterien. Was das beim Essen bedeutet, ist nicht belegt – Versuche im Reagenzglas sagen wenig darüber, was im Körper passiert.
Wie jeder Honig besteht Manuka-Honig vor allem aus Zucker: rund 82 g pro 100 g, dazu etwa 17 g Wasser. 100 g liefern 304 kcal. Mehr zum Honig im Lexikon.
MGO steht für Methylglyoxal, angegeben in mg pro kg Honig. Ein höherer Wert heißt mehr Methylglyoxal – nicht automatisch mehr Nutzen für dich.
In einer Messung von 2008 enthielten 6 Manuka-Honige aus Neuseeland 38 bis 761 mg MGO pro kg, bis zu 100-mal mehr als übliche Honige.
| UMF-Stufe | MGO mindestens (mg pro kg) |
|---|---|
| UMF 5+ | 83 |
| UMF 10+ | 261 |
| UMF 15+ | 512 |
| UMF 20+ | 826 |
| UMF 25+ | 1.197 |
UMF ist ein Gütezeichen eines neuseeländischen Imkerverbands. Er prüft neben MGO auch Leptosperin (Herkunft), Dihydroxyaceton (Haltbarkeit) und HMF (Frische). Händler nennen teils leicht abweichende Umrechnungen.
Manuka-Honig kannst du wie jeden Honig verwenden. Für Rezepte, in denen der Honig mitkocht, reicht normaler Honig – laut Verbraucherzentrale kosten 250 g Manuka-Honig bis zu 80 Euro.
Ideen mit Honig: Knoblauch-Honig-Wildlachs mit Sesam-Brokkoli, Apfel-Rotkohl mit Butter, Honig und Piment oder ein Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse und Walnüssen. Andere Produkte aus dem Bienenstock sind zum Beispiel Propolis und Gelée Royale.
Eine amtliche Dosierung für Manuka-Honig gibt es nicht – er ist ein Lebensmittel, kein Arzneimittel. Für die Menge gilt, was für jeden Honig gilt.
Honig zählt laut WHO zum freien Zucker. Den solltest du auf weniger als 10 % deiner täglichen Energie begrenzen, besser auf 5 % oder weniger.
| Grenze laut WHO | Freier Zucker | Entspricht etwa Honig |
|---|---|---|
| Weniger als 10 % der Energie | bis 50 g | 60 g |
| 5 % der Energie oder weniger | bis 25 g | 30 g |
Rechnung: 1 g Zucker = 4 kcal, Honig mit 82 g Zucker pro 100 g (USDA). Gilt nur, wenn sonst kein freier Zucker dazukommt – auch nicht aus Saft oder Süßigkeiten.
Honig aus dem Glas solltest du laut Verbraucherzentrale nicht selbst auf Wunden geben, weil er verunreinigt sein kann. Medizinischer Honig gehört nur nach Absprache mit Ärztin, Arzt oder Pflegefachkraft auf eine Wunde.
| Medikament | Gut zu wissen |
|---|---|
| Diabetes-Medikamente | Manuka-Honig liefert Zucker wie anderer Honig. Stimme die Menge mit deiner Praxis ab. |
| Andere Medikamente | Laut MSKCC sind keine Wechselwirkungen bekannt. |
Nimmst du regelmäßig Medikamente und hast Fragen zu größeren Mengen Honig, frag in der Apotheke oder Praxis.
Besondere Behördenhinweise zu Manuka-Honig in Schwangerschaft und Stillzeit sind uns nicht bekannt. Er zählt wie jeder Honig zum freien Zucker. Hast du Schwangerschaftsdiabetes, sprich die Menge mit deiner Praxis ab.
| Bereich | Status | Was heißt das? |
|---|---|---|
| Manuka-Honig im Glas | Lebensmittel (Honig) | Werbung mit Krankheiten ist laut Verbraucherzentrale nicht zulässig. |
| Medizinischer Honig | Medizinprodukt nach der EU-Medizinprodukte-Verordnung | Durch Bestrahlung steril gemacht und für die Wundversorgung bestimmt. Nicht mit Honig aus dem Glas zu verwechseln. |
| Bezeichnung „Manuka“ in Neuseeland | Amtliche Definition mit Prüfpflicht für den Export seit 5. Februar 2018 | Geprüft werden 4 Stoffe aus dem Nektar und Erbgut aus Manuka-Pollen. Für monofloralen Manuka-Honig sind es unter anderem mindestens 400 mg 3-Phenylmilchsäure und 5 mg 2′-Methoxyacetophenon pro kg, für multifloralen weniger. |
| MGO- und UMF-Angaben | Freiwillig, kein EU-Siegel | Laut Verbraucherzentrale gibt es kein verlässliches einheitliches Siegel für echten Manuka-Honig. |
| Gesundheitsangaben | Keine zugelassen | Angaben zu Honig lehnte die EU nach EFSA-Gutachten ab, etwa EFSA Journal 2010;8(2):1484. |
Weil Manuka-Honig teuer ist, gab es immer wieder Vorwürfe falsch gekennzeichneter Ware. Neuseeland hat deshalb eine amtliche Definition eingeführt. Auch Mischungen mit anderem Honig dürfen beim Export nur „Manuka“ heißen, wenn sie die Definition erfüllen.
Viele Versprechen beruhen auf Laborversuchen. Hier steht, was Studien an Menschen untersucht haben – ohne Versprechen.
In einer Studie (2010) aßen 20 gesunde Erwachsene je 4 Wochen lang täglich 20 g Manuka-Honig (UMF 20+) oder einen anderen Honig. Allergiewerte im Blut, ein Marker für Zucker-Eiweiß-Verbindungen und die Bakterien im Stuhl veränderten sich mit keinem der beiden Honige. Hinweise auf einen besonderen Nutzen fanden die Forschenden nicht.
Untersucht wurde Honig allgemein bei Kindern ab 1 Jahr mit akutem Husten. Ein Cochrane-Review (2018) fand 6 Studien mit 899 Kindern: Mit Honig husteten die Kinder etwas seltener als ohne Behandlung oder mit Scheinmittel, die meisten bekamen ihn nur einen Abend lang. Für Babys unter 1 Jahr bleibt Honig tabu.
Ein Cochrane-Review (2015) wertete 26 Studien mit 3.011 Menschen aus. Bei oberflächlichen Verbrennungen waren Wunden mit Honig-Verbänden im Mittel rund 4,7 Tage früher verheilt als mit üblichen Verbänden, für die meisten anderen Wunden war die Datenlage schwach. Das betrifft sterile Wundauflagen, keinen Honig zum Essen.
Eine amtliche Dosierung gibt es nicht, Manuka-Honig ist ein Lebensmittel. Wie jeder Honig zählt er zum freien Zucker: laut WHO weniger als 10 % der Tagesenergie, bei 2.000 kcal rechnerisch höchstens 50 g Zucker oder etwa 60 g Honig.
MGO steht für Methylglyoxal, angegeben in mg pro kg Honig. Ein höherer Wert heißt mehr Methylglyoxal, nicht automatisch mehr Nutzen.
MGO ist ein Messwert für Methylglyoxal. UMF ist ein Gütezeichen eines neuseeländischen Verbands, der zusätzlich Herkunft, Haltbarkeit und Frische prüft – UMF 10+ entspricht laut Verband mindestens 261 mg MGO pro kg.
Eine geprüfte Wirkung gibt es nicht, die EU hat keine Gesundheitsangabe für Honig zugelassen. MGO hemmte im Labor Bakterien – was das beim Essen bedeutet, ist nicht belegt.
Nein. Kinder unter 12 Monaten sollen keinen Honig bekommen, auch keinen Manuka-Honig, weil er Sporen enthalten kann, die Säuglingsbotulismus auslösen.
Honig aus dem Glas nicht, er kann verunreinigt sein. Für Wunden gibt es sterilen medizinischen Honig als Medizinprodukt – nur nach Absprache mit Ärztin, Arzt oder Pflegefachkraft.
Ein einheitliches Siegel gibt es laut Verbraucherzentrale nicht. Honig, der als Manuka aus Neuseeland exportiert wird, muss seit 2018 eine amtliche Prüfung bestehen, UMF-Stufen vergibt ein Imkerverband.
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