Schwarze Walnuss hat keine belegte Wirkung gegen Würmer oder andere Parasiten: Studien am Menschen dazu gibt es nach unserer Recherche nicht. Die Stoffliste der deutschen Behörden empfiehlt, Blätter und Rinde nicht in Lebensmitteln zu verwenden, und Polen meldete 2025 und 2026 viermal Nahrungsergänzungsmittel mit Schwarzer Walnuss an das EU-Schnellwarnsystem. Die Nüsse selbst gelten als Lebensmittel, Blätter, Rinde und Fruchtschale enthalten dagegen den Pflanzenstoff Juglon. Stand: Oktober 2026.
Die Schwarze Walnuss (Juglans nigra) ist ein Baum aus dem Osten Nordamerikas. Sie gehört zur selben Gattung wie die Echte Walnuss (Juglans regia), deren Nüsse bei uns im Handel sind.
Neben den Nüssen werden Blätter, Rinde und die grüne Fruchtschale verwendet. Sie enthalten Juglon, einen Pflanzenstoff aus der Gruppe der Naphthochinone, dazu Gerbstoffe und Flavonoide. Eine Laborstudie (2024) fand in Rinde, Blättern und Fruchtschale zusammen 161 verschiedene Stoffe.
Als Kapsel oder Tinktur wird Schwarze Walnuss vor allem als Mittel gegen Würmer und andere Parasiten beworben, oft unter dem Stichwort „Parasitenkur“. Mehr zum Baum und seinen Nüssen liest du im Lexikon unter Schwarze Walnuss und Walnüsse.
Für Schwarze Walnuss hat die EU keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen. Angaben zu Pflanzenstoffen hat die EU noch nicht abschließend geprüft, sie stehen „on hold“.
Für Präparate aus Schwarzer Walnuss gibt es keine Zulassung und keine Entscheidung der EU. Die Behörden, die sich geäußert haben, raten ab oder beanstanden die Produkte.
| Frage | Stand |
|---|---|
| EU-Novel-Food-Katalog | Kein Eintrag für die Schwarze Walnuss. Der Eintrag zur Echten Walnuss (Juglans regia) betrifft eine andere Art. |
| Stoffliste für Pflanzen (BVL, Deutschland) | Blatt und Rinde stehen in Liste A: Eine Verwendung in Lebensmitteln wird nicht empfohlen, egal in welcher Menge. Die Samen, also die Nüsse, sind als Lebensmittel eingestuft. |
| Italien | Die Schwarze Walnuss fehlt im Entwurf der italienischen Pflanzenliste für Nahrungsergänzungsmittel (2017). Die Echte Walnuss und die Butternuss stehen darin. |
| EU-Schnellwarnsystem (RASFF) | Polen meldete von September 2025 bis Juli 2026 vier Nahrungsergänzungsmittel mit Schwarzer Walnuss, drei davon ausdrücklich als nicht erlaubte oder verbotene Zutat. |
| Gesundheitsangaben | Keine zugelassen. Angaben zu Pflanzen stehen bei der EU „on hold“. |
Die Stoffliste ist eine Orientierungshilfe der Behörden und kein Gesetz. Ein fehlender Eintrag heißt aber nicht, dass Präparate erlaubt sind: Der Hersteller muss belegen können, dass sein Produkt verkehrsfähig ist.
Als Lebensmittel darf Schwarze Walnuss außerdem nicht mit Krankheiten wie Wurmbefall beworben werden.
Hier steht, was untersucht wurde, an wem und mit welchem Ergebnis – ohne Versprechen.
Studien am Menschen, die Schwarze Walnuss bei Würmern oder anderen Parasiten testen, sind uns nicht bekannt (Suche in der Literaturdatenbank Europe PMC, Oktober 2026). Ein Wurmbefall lässt sich nachweisen und mit Medikamenten behandeln.
Eine Laborstudie aus Ungarn (2024) isolierte Juglon und weitere Stoffe aus der Fruchtschale und testete sie an Zellen im Reagenzglas. Was Kapseln oder Tinkturen im Körper tun, lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Kerne der Schwarzen Walnuss gelten in der Stoffliste der Behörden als Lebensmittel. Für sie gilt dasselbe wie für andere Nüsse, Schalen- oder Blattextrakte sind etwas anderes.
Kontrollierte Studien am Menschen zu Präparaten aus Schwarzer Walnuss fehlen, zur Wirkung genauso wie zur Sicherheit. Wie viel Juglon in einem Produkt steckt, ist meist nicht angegeben.
Studien zu Wechselwirkungen mit Medikamenten liegen uns nicht vor.
| Medikament | Gut zu wissen |
|---|---|
| Mittel gegen Würmer | Schwarze Walnuss ersetzt sie nicht. Madenwürmer werden laut MSD Manual mit Wirkstoffen wie Mebendazol, Albendazol oder Pyrantel behandelt, verordnet oder empfohlen von Praxis oder Apotheke. |
| Andere Medikamente | Nicht untersucht. Nimmst du regelmäßig Medikamente, frag vor einem Präparat mit Schwarzer Walnuss in der Apotheke oder Praxis. |
Belegt ist das nicht. Studien am Menschen dazu gibt es nach unserer Recherche nicht, und ein Wurmbefall gehört in ärztliche Behandlung.
Eine belegte Wirkung gibt es nicht, und die EU hat keine Gesundheitsangabe zugelassen. Untersucht wurde vor allem der Inhaltsstoff Juglon, und zwar nur im Labor.
Die Nüsse sind ein Lebensmittel. Für Blätter und Rinde empfiehlt die Stoffliste der Behörden keine Verwendung in Lebensmitteln, und im EU-Katalog für neuartige Lebensmittel gibt es keinen Eintrag.
Blätter, Rinde und Fruchtschale enthalten Juglon. Ein pharmazeutisches Handbuch rät, die Fruchtschalen nicht innerlich anzuwenden, weil für Juglon Gesundheitsrisiken bekannt sind.
Es sind zwei Arten derselben Gattung: die Echte Walnuss (Juglans regia) und die Schwarze Walnuss (Juglans nigra) aus dem Osten Nordamerikas. Die Einträge in Behördenlisten gelten jeweils nur für eine Art.
Nur nach ärztlicher Rücksprache. Auch Schwarze Walnüsse enthalten Allergene, die Antikörper von Menschen mit Walnussallergie erkennen.
Diese Seite informiert, sie ersetzt keine ärztliche Beratung. SmarTasty verkauft keine Nahrungsergänzungsmittel.