Auch bekannt als: Ornithin, L-Ornithine, 2,5-Diaminovaleriansäure
L-Ornithin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, die im menschlichen Stoffwechsel vor allem als Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus vorkommt. Anders als essentielle Aminosäuren muss sie nicht zwingend direkt über die Ernährung zugeführt werden. In der Forschung wird L-Ornithin vor allem im Zusammenhang mit Stickstoffstoffwechsel, Regeneration und schlafbezogenen Fragestellungen untersucht.
Im Körper entsteht L-Ornithin unter anderem aus Arginin und steht eng mit Citrullin und Harnstoff in Verbindung. Dieser Stoffwechselweg spielt besonders in der Leber eine Rolle. Nahrung liefert eher Vorstufen und Proteinbausteine als größere Mengen freies L-Ornithin. Supplemente enthalten deshalb meist isoliertes L-Ornithin in freier Form, häufig als Pulver oder Kapsel.
Die Studienlage ist begrenzt und uneinheitlich. Kleine Humanstudien deuten darauf hin, dass L-Ornithin im Zusammenhang mit subjektiver Erholung und einzelnen Schlafparametern untersucht wird. Für allgemeine Aussagen zur Wirkung im Alltag reicht die aktuelle Evidenz jedoch nur eingeschränkt aus. Aussagen zu Krankheiten oder deren Verlauf lassen sich daraus nicht ableiten.
Wichtig: Mögliche Nebenwirkungen können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchdruck oder weicher Stuhl sein, vor allem bei höheren Mengen. Bei Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, in Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme solltest Du die Anwendung ärztlich abklären. Bei anhaltenden Beschwerden ist ärztliche Abklärung empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung.
Minimum: 500 mg · Optimal: 1500 mg · Maximum: 3000 mg
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L-Ornithin kommt in Lebensmitteln meist nicht in hohen freien Mengen vor, sondern entsteht auch im Aminosäuren-Stoffwechsel. Die Zufuhr über proteinreiche Lebensmittel kann je nach Gesamtproteinaufnahme und individueller Stoffwechsellage variieren.
Für L-Ornithin ist ein klar abgegrenzter Mangel im Alltag nicht typisch. Symptome sind unspezifisch — ärztliche Abklärung empfohlen.