Taurin bildet dein Körper selbst, laut VKM 50 bis 125 mg am Tag, dazu kommt es aus Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Eine zugelassene Wirkung gibt es nicht: Die EFSA sah keinen Zusammenhang mit Energie, Leistung oder Herz. Für Präparate hält die VKM bei Erwachsenen bis 1.000 mg am Tag für wahrscheinlich unbedenklich.
Taurin ist in vielen Geweben in hoher Menge vorhanden, zum Beispiel in Herz, Muskeln, Augen und Gehirn. Der Körper braucht es unter anderem, um Gallensäuren zu bilden. Anders als Glycin ist Taurin kein Baustein von Eiweiß.
Taurin steckt in Fleisch, Fisch wie Lachs und Meeresfrüchten wie Muscheln, in kleinen Mengen auch in Milchprodukten. In Pflanzen fanden Forschende keins.
Wer Fleisch und Fisch isst, nimmt laut VKM zwischen 40 und 400 mg am Tag auf. Wer sich vegan ernährt, nimmt kaum Taurin auf und ist auf die eigene Bildung angewiesen. Die Werte im Blut lagen bei Veganern in einer Studie etwas niedriger.
Ideen aus der Küche: Jakobsmuscheln auf Blumenkohlpüree, Hähnchenschenkel mit Hokkaido und Salbei, Fisch-Fondue mit Lachs und Garnelen oder ein Kokos-Garnelen-Curry.
Für Taurin gibt es keinen Referenzwert, weil gesunde Erwachsene es selbst bilden – laut VKM im Schnitt 50 bis 125 mg am Tag. Dazu kommt Taurin aus dem Essen.
Für Säuglingsnahrung ist Taurin in der EU als Zutat erlaubt, weil Neugeborene es noch wenig selbst bilden können.
Eine EU-Höchstmenge oder einen BfR-Wert für Taurin-Präparate gibt es nicht. Die norwegische Behörde VKM hat 2015 bewertet:
| Alter | Wahrscheinlich unbedenklich | Mögliches Risiko |
|---|---|---|
| Erwachsene und Jugendliche ab 14 | 750–1.000 mg am Tag | 2.000 mg am Tag |
| Kinder von 10 bis 13 | 750–900 mg am Tag | ab 1.000 mg am Tag |
Die EFSA sah 2009 in den damals üblichen Mengen aus Energydrinks – im Mittel 500 mg am Tag – kein Sicherheitsproblem für Taurin. Energydrinks als Ganzes hat sie dabei nicht bewertet.
Für Taurin allein sind in den bewerteten Mengen keine ernsten Nebenwirkungen beschrieben. Die VKM leitete aus Studien am Menschen rund 21 mg pro kg Körpergewicht am Tag als wahrscheinlich unbedenklich ab.
Bei Energydrinks stammen die Risiken eher vom Koffein und vom Mischen mit Alkohol oder Sport. Das BfR hält Wechselwirkungen von Taurin und Koffein für möglich, belegt sind sie nicht.
Gut belegte Wechselwirkungen von Taurin mit Medikamenten sind nicht bekannt. Das heißt nicht, dass es keine gibt – es wurde nur wenig untersucht.
Nimmst du regelmäßig Medikamente, etwa für Herz, Blutdruck oder Psyche, frag vor einem Präparat in der Apotheke oder Praxis.
Zu Taurin-Präparaten in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es zu wenige Daten. Die Verbraucherzentrale rät Schwangeren und Stillenden deshalb, auf zugesetztes Taurin ganz zu verzichten – auch in Energydrinks. Taurin aus normalem Essen ist kein Problem.
Energydrinks sind in Schwangerschaft und Stillzeit wegen des Koffeins ohnehin nicht zu empfehlen. Für Kinder gelten die niedrigeren Werte aus der Tabelle oben.
Taurin ist seit einer Studie von 2023 ein Trendthema. Hier steht, was untersucht wurde, an wem und mit welchem Ergebnis – ohne Versprechen.
2023 berichtete eine Studie in Science: Mäuse und Würmer mit Taurin lebten länger. Eine Folgestudie von 2025 fand beim Menschen aber keinen Abfall von Taurin im Alter – in drei Gruppen blieb der Wert gleich oder stieg. Eine weitere Studie mit 137 Männern sah keinen Zusammenhang mit Alter oder Muskelkraft. Studien am Menschen zur Lebensdauer fehlen.
Eine Auswertung von 7 kleinen Studien mit 103 Teilnehmenden (2018) fand um etwa 3 mmHg niedrigere Werte, die Autoren nennen das vorläufig. Eine Auswertung von 12 Studien (2020) kam auf ähnliche Werte. Bei hohem Blutdruck gehört die Behandlung in ärztliche Hand.
Die EFSA prüfte Anträge zu Ausdauer, Müdigkeit und Leistung und sah keinen belegten Zusammenhang. Der spürbare Effekt eines Energydrinks kommt vor allem vom Koffein.
Supplement-Tracker: Einnahme planen und abhaken
Eine EU-zugelassene Wirkung gibt es nicht. Die EFSA sah keinen belegten Zusammenhang mit Energie, Müdigkeit, Leistung, Herz oder Gedächtnis. Macht ein Energydrink wach, liegt das vor allem am Koffein.
Taurin kommt in vielen Geweben vor, etwa in Herz, Muskeln und Augen, und wird für Gallensäuren gebraucht. Der Körper bildet es selbst. Eine EU-zugelassene Gesundheitsangabe gibt es nicht.
Eine EU-Höchstmenge gibt es nicht. Die norwegische Behörde VKM hält für Erwachsene 750 bis 1.000 mg am Tag aus Präparaten und Energydrinks für wahrscheinlich unbedenklich, 2.000 mg nicht mehr.
In den Mengen, die Behörden bewertet haben, sind keine ernsten Nebenwirkungen beschrieben. Ab 2.000 mg am Tag sah die VKM ein mögliches Risiko. Bei Energydrinks kommt das Risiko vor allem vom Koffein.
Taurin aus dem Essen ja. Von Präparaten rät die Verbraucherzentrale Schwangeren und Stillenden ab, weil Daten fehlen. Energydrinks enthalten zudem Koffein.
Eine amtliche Empfehlung zur Tageszeit gibt es nicht, weil es keine Empfehlung für Präparate gibt.
Muscheln und andere Meeresfrüchte, Fisch und Fleisch. Pflanzliche Lebensmittel enthalten praktisch keins.
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