Amla, die Indische Stachelbeere, ist die Frucht eines Baums aus Süd- und Südostasien und eine wichtige Pflanze im Ayurveda. Frisch enthält sie laut indischer Nährwerttabelle rund 252 mg Vitamin C pro 100 g – mehr als Orange oder Kiwi, aber viel weniger als Acerola. Eine geprüfte Wirkung gibt es nicht: Die EFSA hat beantragte Angaben etwa zu Cholesterin nicht bestätigt, und die Studien zu Blutfetten sind klein. Stand: Oktober 2026.
Amla ist die Frucht des Amlabaums, früher Emblica officinalis genannt. Im Ayurveda gilt sie als eine der wichtigsten Pflanzen, zum Beispiel als Teil der Mischung Triphala.
Frisch schmeckt Amla sehr sauer und herb. Deshalb wird sie meist verarbeitet gegessen, etwa als Pulver, Saft oder eingelegt. Mehr über die Frucht liest du im Lexikon unter Amla.
Vitamin C hat eigene EU-Angaben. Sie gelten aber nur für Produkte, die eine festgelegte Mindestmenge Vitamin C liefern – nicht für Amla als Pflanze. Mehr dazu unter Vitamin C.
| Lebensmittel | Vitamin C pro 100 g | Datenbank |
|---|---|---|
| Acerola | 1.680 mg | USDA |
| Amla (Indische Stachelbeere) | 252 mg | Indische Nährwerttabelle (IFCT 2017) |
| Guave | 228 mg | USDA |
| Paprika, rot | 128 mg | USDA |
| Kiwi | 92,7 mg | USDA |
| Orange | 53,2 mg | USDA |
| Stachelbeere (aus dem Garten) | 27,7 mg | USDA |
Amla: Mittelwert aus 5 Regionen Indiens (± 30 mg), Indian Food Composition Tables 2017 des National Institute of Nutrition. Übrige Werte: USDA FoodData Central (SR Legacy), abgerufen am 13.10.2026. Die Gehalte schwanken mit Sorte, Reife und Lagerung.
Für Amlapulver gibt es keine amtliche Datenbank-Angabe. Wie viel Vitamin C übrig bleibt, hängt von der Trocknung ab: Laut einer Übersichtsarbeit von 2024 behielt gefriergetrocknetes Pulver mehr Vitamin C als sprühgetrocknetes. Steht kein Vitamin-C-Gehalt auf der Packung, weißt du nicht, wie viel drin ist.
Vitamin C bekommst du auch aus Obst und Gemüse wie Paprika und Kiwi. Besonders viel steckt in Acerola und Camu Camu.
Eine amtliche Tagesmenge für Amla gibt es nicht. Eine Höchstmenge gibt es auch nicht.
In Studien wurden Extrakte aus der Frucht meist über 3 bis 12 Wochen untersucht. In einer kleinen Studie bekamen die Teilnehmenden zum Beispiel 500 mg Extrakt zweimal am Tag über 10 Tage. Das sind Studienbedingungen, kein Rat.
Ob ein Präparat für dich sinnvoll ist, klärst du am besten in der Praxis oder Apotheke – vor allem, wenn du Medikamente nimmst.
Nimmst du Mittel zur Blutgerinnung oder steht eine Operation an, sprich ein Präparat vorher mit deiner Praxis ab.
| Medikament | Gut zu wissen |
|---|---|
| Mittel gegen das Verklumpen von Blutplättchen (zum Beispiel ASS, Clopidogrel) | In einer kleinen Studie von 2014 verlängerte Amla-Extrakt die Blutungszeit, auch zusammen mit diesen Mitteln. Nur nach ärztlicher Rücksprache. |
| Gerinnungshemmer (zum Beispiel Phenprocoumon, Warfarin) | Gezielte Studien fehlen. Wegen des Effekts auf die Blutplättchen vorher ärztlich abklären. |
| Diabetes-Medikamente | In Studien lagen die Nüchtern-Zuckerwerte mit Amla im Mittel niedriger. Studien zur Kombination fehlen, sprich das vorher mit deiner Praxis ab. |
| Statine (Mittel gegen hohe Blutfette) | Auch die Blutfette lagen in Studien im Mittel etwas niedriger. Studien zur Kombination fehlen. |
Nimmst du regelmäßig Medikamente, frag vor einem Präparat in der Apotheke oder Praxis.
Zu Amla-Präparaten in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine behördliche Bewertung und kaum Daten.
Präparate in Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Kinder deshalb nur nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Hebamme.
| Punkt | Stand |
|---|---|
| Nahrungsergänzungsmittel | Erlaubt. Laut EU-Novel-Food-Katalog wurde die Frucht schon vor 1997 in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet und ist dort nicht neuartig. |
| Andere Lebensmittel (Saft, Früchte, Gewürzmischungen) | Nicht abschließend geklärt. Der Katalog-Eintrag gilt nur für Nahrungsergänzungsmittel. Spanien und Malta meldeten Amla-Saft und frische Früchte als nicht zugelassenes neuartiges Lebensmittel. |
| Gesundheitsangaben | Keine zugelassen. Angaben zu Cholesterin, Zuckerwerten im Blut und Antioxidantien hat die EFSA nicht bestätigt. |
| Höchstmenge | Keine. |
| Rückstände | Im EU-Schnellwarnsystem fielen Amla-Produkte aus Indien mehrfach mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen auf (2022, 2023, 2026). |
Viele Studien zu Amla stammen aus Versuchen an Zellen und Tieren. Hier steht, was Studien an Menschen zeigen – ohne Versprechen.
Eine Auswertung von 4 Studien mit 227 Erwachsenen mit hohen Blutfettwerten (2023) fand nach 12 Wochen im Mittel rund 21 mg/dl weniger Gesamtcholesterin und 25 mg/dl weniger LDL-Cholesterin als mit Placebo. Bei den Triglyceriden gab es keinen Unterschied. Die Ergebnisse wichen stark voneinander ab, die Autoren stufen die Sicherheit der Aussage als gering ein.
Eine zweite Auswertung (2023) mit nur 5 Studien über 3 bis 12 Wochen fand niedrigere Nüchtern-Zuckerwerte, Blutfette und CRP-Werte im Blut. Die Teilnehmenden waren meist 40 bis 58 Jahre alt. Die Autoren fordern weitere Studien.
Frische Amla liefert laut indischer Nährwerttabelle 252 mg pro 100 g. Das ist viel, Acerola hat mit 1.680 mg aber deutlich mehr. Wie viel im Pulver übrig ist, hängt von Trocknung und Lagerung ab.
In einer offenen Studie mit 10 Menschen mit Typ-2-Diabetes bremste Amla-Extrakt das Verklumpen der Blutplättchen. Zum Vergleich bekamen sie ASS und Clopidogrel, die das ebenfalls taten. Für Menschen mit Gerinnungshemmern ist das eine mögliche Wechselwirkung.
Große, unabhängige Studien über lange Zeit fehlen. Die Studien nutzten unterschiedliche Extrakte und Mengen und lassen sich deshalb schwer vergleichen.
Supplement-Tracker: Einnahme planen und abhaken
Eine geprüfte Wirkung gibt es nicht, die EU hat keine Gesundheitsangabe zugelassen. Kleine Studien fanden etwas niedrigere Blutfett- und Zuckerwerte, die Aussagekraft ist gering.
Frische Amla hat laut indischer Nährwerttabelle rund 252 mg Vitamin C pro 100 g. Im Pulver hängt der Gehalt stark von Trocknung und Lagerung ab.
Eine amtliche Tagesmenge gibt es nicht. Studien nutzten Extrakte über 3 bis 12 Wochen – das sind Studienbedingungen, kein Rat.
In Studien wurden vor allem milde Oberbauchbeschwerden berichtet. In einer kleinen Studie bremste Amla-Extrakt das Verklumpen der Blutplättchen – wichtig, wenn du Gerinnungshemmer nimmst.
Nein, Amla heißt nur Indische Stachelbeere und ist eine ganz andere Pflanze. Die Stachelbeere aus dem Garten hat mit 27,7 mg pro 100 g auch viel weniger Vitamin C.
Ja. In einer US-Studie enthielten 20,7 % von 193 ayurvedischen Mitteln Blei, Quecksilber oder Arsen, und bei Amla aus Indien meldeten Behörden mehrfach Pflanzenschutzmittel-Rückstände.
In Nahrungsergänzungsmitteln ja, laut EU-Novel-Food-Katalog ist die Frucht dort nicht neuartig. Für andere Lebensmittel wie Saft ist der Status nicht abschließend geklärt.
Diese Seite informiert, sie ersetzt keine ärztliche Beratung. SmarTasty verkauft keine Nahrungsergänzungsmittel.