Auch bekannt als: Dandelion Root, Taraxacum officinale, Taraxacum radix
Löwenzahn-Wurzel bezeichnet die getrocknete oder extrahierte Wurzel von Taraxacum officinale. Verwendet werden vor allem Pulver, Tee und standardisierte Extrakte. Die Pflanze gehört zu den klassischen Bitterkräutern Europas und wird traditionell im Zusammenhang mit Verdauung, Gallenfluss und Flüssigkeitsausscheidung verwendet. Aus wissenschaftlicher Sicht stehen vor allem Bitterstoffe, Polyphenole und Inulin im Fokus.
Für Supplements wird meist die Wurzel geerntet, getrocknet und als Pulver oder Trockenextrakt verarbeitet. Je nach Herstellungsverfahren unterscheiden sich Extraktverhältnis und Gehalt an charakteristischen Pflanzenstoffen deutlich. Die Wurzel liefert keine essenziellen Nährstoffe in dem Sinn, dass ein definierter Mangelzustand beschrieben wäre, sondern pflanzliche Inhaltsstoffe, die im Stoffwechselkontext untersucht werden.
Die Studienlage ist insgesamt begrenzt und uneinheitlich. Ein Teil der Daten stammt aus In-vitro- und Tierstudien, während hochwertige Humanstudien vergleichsweise selten sind. Hinweise aus Studien deuten auf Effekte im Bereich Leberstoffwechsel, Verdauung und Wasserhaushalt hin, belastbare Schlussfolgerungen für konkrete gesundheitliche Anwendungen sind jedoch nur eingeschränkt möglich. Traditionelle Verwendung und moderne Evidenz sind daher klar voneinander zu trennen.
Wichtig: Löwenzahn-Wurzel ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung. Bei Beschwerden ärztliche Abklärung empfohlen. Vorsicht ist sinnvoll bei Gallenwegserkrankungen, Magen-Darm-Empfindlichkeit, Allergien gegen Korbblütler sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika, Lithium, Kaliumpräparaten oder blutzuckerrelevanten Medikamenten. In Schwangerschaft, Stillzeit und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme solltest Du die Verwendung vorab ärztlich abklären.
Minimum: 500 mg · Optimal: 1500 mg · Maximum: 3000 mg
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Löwenzahnwurzel ist die naheliegende natürliche Quelle. Andere Bitterpflanzen wie Artischocke oder Mariendistel liefern thematisch verwandte Pflanzenstoffe, sind aber keine direkte Quelle derselben Wurzelbestandteile.
Bei Löwenzahnwurzel gibt es keinen anerkannten Mangelzustand wie bei essenziellen Vitaminen oder Mineralstoffen. Symptome sind unspezifisch — ärztliche Abklärung empfohlen.