Auch bekannt als: 4′,5,7-Trihydroxyflavon, Apigenin, Kamillen-Flavonoid, Pflanzen-Flavonoid
Apigenin ist ein pflanzliches Flavonoid, das natürlicherweise unter anderem in Kamille, Petersilie und Sellerie vorkommt. In der Forschung wird es vor allem im Zusammenhang mit zellulären Signalwegen, oxidativem Stress und dem Enzym CD38 untersucht. Außerdem gibt es präklinische und begrenzte humane Daten zu einer möglichen Rolle im Kontext von Entspannung und Schlafqualität.
Für Nahrungsergänzungen wird Apigenin meist aus pflanzlichen Rohstoffen extrahiert und als isolierter Wirkstoff oder standardisierter Pflanzenextrakt angeboten. Nach der Aufnahme wird es im Darm resorbiert und in der Leber weiter verstoffwechselt, unter anderem durch Glucuronidierung und Sulfatierung. Die Bioverfügbarkeit kann je nach Formulierung, Mahlzeit und individueller Stoffwechsellage unterschiedlich ausfallen.
Die Studienlage ist derzeit noch begrenzt und teilweise uneinheitlich. Ein Teil der Daten stammt aus Zell- und Tiermodellen, weshalb sich diese Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragen lassen. Hinweise aus Studien deuten auf Zusammenhänge mit GABAergen Signalwegen und dem NAD+-bezogenen Stoffwechsel hin, belastbare Aussagen zur praktischen Relevanz beim Menschen sind jedoch nur eingeschränkt möglich.
Wichtig: Apigenin ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung. Bei anhaltenden Schlafproblemen, starker Tagesmüdigkeit oder anderen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung empfohlen. Vorsicht ist bei gleichzeitiger Einnahme von Beruhigungsmitteln, Schlafmitteln, Blutverdünnern oder anderen Medikamenten geboten, da Wechselwirkungen möglich sind. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme solltest Du die Verwendung vorab ärztlich abklären.
Minimum: 50 mg · Optimal: 200 mg · Maximum: 500 mg
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Apigenin kommt vor allem in Kräutern und bestimmten Gemüsesorten vor. Die Gehalte und die Bioverfügbarkeit können je nach Sorte, Verarbeitung und Zubereitung variieren.
Für Apigenin gibt es keine anerkannte Mangelerkrankung. Symptome sind unspezifisch — ärztliche Abklärung empfohlen.