Auch bekannt als: L-Ergothioneine, L-Ergothionein, ERGO, Thiourea-Histidin-Betain
Ergothionein ist eine schwefelhaltige, natürlich vorkommende Aminosäure-Verbindung, die vor allem in Pilzen gebildet wird. In der Forschung steht sie wegen ihres spezifischen Transports über den OCTN1-Transporter im Fokus. Dadurch unterscheidet sie sich von vielen anderen Pflanzen- und Pilzstoffen, die unspezifischer aufgenommen werden. Ergothionein wird vor allem im Zusammenhang mit Zellschutz, oxidativem Stress und Healthy Aging untersucht.
Der menschliche Körper bildet Ergothionein nach heutigem Kenntnisstand nicht selbst in relevantem Umfang, sondern nimmt es über die Ernährung oder Supplemente auf. Besonders ergothioneinreiche Lebensmittel sind bestimmte Pilze wie Shiitake oder Maitake. Nach der Aufnahme verteilt sich der Stoff in verschiedene Gewebe, darunter solche mit hoher Stoffwechselaktivität. Dieser Transportmechanismus ist ein Grund, warum Ergothionein in der Mitochondrien- und Alterungsforschung besonderes Interesse erhält.
Die Studienlage ist insgesamt noch begrenzt. Präklinische Daten und Beobachtungsstudien liefern interessante Hinweise, doch belastbare Aussagen zu konkreten gesundheitlichen Effekten beim Menschen sind derzeit nur eingeschränkt möglich. Die Evidenz ist uneinheitlich, und viele Fragen zu optimaler Dosierung, Langzeitanwendung und klinischer Relevanz sind noch offen.
Wichtig: Wenn du anhaltende Beschwerden, ungeklärte Erschöpfung oder andere Symptome hast, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, bestehenden Erkrankungen oder wenn du Medikamente einnimmst, solltest du die Einnahme vorab ärztlich besprechen. Ergothionein ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medizinische Beratung. Zu Wechselwirkungen liegen bislang nur begrenzte Daten vor, daher ist bei kombinierter Einnahme mit anderen Supplementen oder Arzneimitteln besondere Vorsicht sinnvoll.
Minimum: 5 mg · Optimal: 15 mg · Maximum: 30 mg
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Ergothionein kommt vor allem in Pilzen vor. Der Gehalt kann je nach Art, Anbau und Zubereitung deutlich variieren.
Für Ergothionein gibt es bisher keinen allgemein anerkannten Mangelzustand. Symptome sind unspezifisch — ärztliche Abklärung empfohlen.