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Intervallfasten: 16:8, 18:6 und 20:4 einfach erklärt

Aktualisiert

KI-generiertes Symbolbild: Glaskanne mit Kräutertee, eine halb volle Tasse und ein Glas Wasser in der Morgensonne auf grauer Arbeitsplatte, dahinter eine verschlossene Glasdose mit Linsensalat für später
Kurz erklärt: Was 16:8, 18:6 und 20:4 bedeuten, wie du sanft anfängst, was ins Essensfenster gehört, was du in der Pause trinkst und für wen Fasten nicht passt.
Hier erfährst du, was die drei Rhythmen bedeuten, wie du sanft anfängst, was ins Essensfenster gehört und was du in der Pause trinken kannst. Intervallfasten ist ein Essrhythmus, kein Versprechen. Bei Erkrankungen sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Was ist Intervallfasten?

Intervallfasten verbietet kein Lebensmittel. Es legt fest, wann du isst: in einem Zeitfenster am Tag. Danach folgt eine längere Pause ohne Essen, und ein großer Teil davon fällt in die Nacht.

Gemeint ist hier das tägliche Fasten nach Stunden. Andere Formen wie 5:2 (an zwei Tagen pro Woche sehr wenig essen) oder mehrtägiges Fasten sind etwas anderes und hier nicht Thema.

16:8, 18:6 und 20:4: die drei Rhythmen

Die erste Zahl sind die Stunden ohne Essen, die zweite das Essensfenster. Zusammen ergeben sie 24 Stunden.

Mehr Stunden sind nicht besser. Wähl den Rhythmus, der in deinen Alltag passt und mit dem du dich gut fühlst. Über 16:8 hinauszugehen, ist nie nötig.

Für wen Intervallfasten nicht passt

Lass das Fasten weg, wenn eines davon auf dich zutrifft:

Mit Diabetes oder Medikamenten nur nach Rücksprache: Mit manchen Diabetes-Medikamenten können lange Essenspausen zu Unterzuckerung führen. Manche Medikamente nimmst du außerdem zum Essen. Sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Das gilt auch bei chronischen Erkrankungen.

Wird dir beim Fasten schwindelig, zittrig oder übel, iss etwas. Eine Pause abzubrechen, ist kein Scheitern.

So fängst du an

  1. Leg das Fenster nach deinem Alltag. Isst du abends mit Familie oder Freunden, passt 12 bis 20 Uhr besser als 8 bis 16 Uhr.
  2. Steigere langsam. Starte mit 12 Stunden Pause, etwa von 20 bis 8 Uhr. Leg dann pro Woche eine Stunde dazu, bis 14 oder 16 Stunden. Du musst nicht bei 16 ankommen.
  3. Iss richtig, wenn das Fenster aufgeht. Die erste Mahlzeit ist eine echte Mahlzeit mit Eiweiß und Gemüse, kein Riegel zwischendurch.
  4. Hör auf dich. Leichter Hunger in den ersten Tagen ist häufig. Bist du dauerhaft erschöpft, gereizt oder unkonzentriert, mach das Fenster größer oder hör auf.
  5. Bleib locker. Geburtstag, Reise, langer Trainingstag: Einen Tag ohne Fasten lässt du einfach aus.

Was ins Essensfenster gehört

Intervallfasten ändert, wann du isst. Was du isst, zählt genauso. Im Fenster sollst du satt werden und genug Nährstoffe bekommen. Fasten heißt nicht, so wenig wie möglich zu essen.

Wie viel du am Tag ungefähr brauchst, schätzt der Kalorienbedarf-Rechner. Diese Menge isst du auch beim Fasten, nur in weniger Stunden. Auf Dauer unter 1.200 kcal am Tag (Frauen) oder 1.500 kcal (Männer) zu essen, ist keine gute Idee.

Beispieltag mit 16:8 (12 bis 20 Uhr)

Mehr Ideen findest du in den Rezepten fürs Intervallfasten: Gerichte mit mindestens 20 g Eiweiß und 400 bis 800 kcal pro Portion für Frühstück, Mittag und Abend.

Was du beim Fasten trinken kannst

Alles mit Kalorien beendet die Pause: Milch oder Hafermilch im Kaffee, Saft, Limo, Smoothies und Alkohol. Trink über den Tag genug. In der Pause fällt das Glas zum Essen weg, also stell dir eins hin.

Zum Kaffee: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält für gesunde Erwachsene bis 400 mg Koffein am Tag für unbedenklich. Das sind etwa vier Tassen Filterkaffee.

Intervallfasten in der App

In der SmarTasty-App startest du das Fasten auf Heute unter „Körper“. Du wählst 16:8, 18:6 oder 20:4 und den Beginn, etwa seit deinem letzten Essen. Ist die Zeit um, bekommst du eine Mitteilung, nachts bleibt es still. Im Verlauf siehst du jedes Fasten und deine durchschnittliche Dauer. Mehr dazu auf der Seite Intervallfasten in SmarTasty.

Was Studien zeigen – und was nicht

Zum Intervallfasten gibt es viele Studien, die meisten sind aber kurz und klein. Oft lässt sich nicht trennen, was am Fasten liegt und was daran, dass in einem kürzeren Fenster insgesamt anders gegessen wird. Belastbare Daten über viele Jahre fehlen.

Deshalb versprechen wir dir nichts. Sieh Intervallfasten als Rhythmus, der zu deinem Alltag passen kann, nicht als Kur. Wenn es dir nicht guttut, lass es. Drei Mahlzeiten am Tag sind genauso in Ordnung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was darf ich beim Intervallfasten trinken?

Wasser, ungesüßten Tee und schwarzen Kaffee. Milch im Kaffee, Saft, Limo, Smoothies und Alkohol haben Kalorien und beenden die Pause.

Ist 16:8 für Anfänger geeignet?

16:8 ist der häufigste Einstieg. Fang aber kleiner an: erst 12 Stunden Pause, dann pro Woche eine Stunde mehr. Ob du bei 14 oder 16 Stunden bleibst, entscheidest du.

Was ist der Unterschied zwischen 16:8, 18:6 und 20:4?

Die Länge der Pause: 16, 18 oder 20 Stunden ohne Essen, dazu ein Essensfenster von 8, 6 oder 4 Stunden. Mehr Stunden sind nicht besser, und 20:4 ist für die meisten schwer umzusetzen.

Wie viel esse ich im Essensfenster?

So viel, wie du sonst am Tag isst, nur in weniger Stunden. Fasten heißt nicht, weniger zu essen, als du brauchst. Auf Dauer unter 1.200 kcal am Tag (Frauen) oder 1.500 kcal (Männer) ist keine gute Idee.

Darf ich beim Intervallfasten Sport machen?

Ja. Viele legen das Training ins Essensfenster, damit sie danach etwas essen können. Wird dir beim Sport schwindelig, iss etwas. Mehr dazu im Ratgeber Essen vor und nach dem Training.

Ab welchem Alter ist Intervallfasten okay?

Nicht unter 18 Jahren. Wer noch wächst, braucht regelmäßig Energie und Nährstoffe. Die SmarTasty-App schlägt unter 18 kein Fasten vor.

Wer sollte nicht fasten?

Schwangere und Stillende, alle mit einer Essstörung (auch einer früheren), mit Untergewicht und alle unter 18. Mit Diabetes oder Medikamenten nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Quellen

  1. EFSA (2015): Scientific Opinion on the safety of caffeine – Themenseite Koffein. efsa.europa.eu