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Mariendistel (Milk Thistle)

Aktualisiert

KI-generiertes Symbolbild: Mariendistel (Milk Thistle)
Kurz erklärt: Mariendistel ist eine Distel aus dem Mittelmeerraum. In der Küche nutzt du ihre nussig-herben Samen – ganz, geschrotet oder als Tee, in kleinen Mengen in Müsli, Brot oder Smoothies. Bekannt ist sie vor allem als Arzneipflanze; in Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen (EMA).

Mythen & Fakten

„Mariendistel regeneriert die Leber“ – stimmt das?

Mythos: Für Lebensmittel und übliche Küchenmengen ist diese Aussage nicht belegt. Untersucht werden vor allem standardisierte Extrakte, nicht der normale Verzehr als Samen oder Tee.

„Mariendistelsamen enthalten vor allem ungesättigte Fettsäuren“ – stimmt das?

Stimmt: Das trifft zu: In Analysen bestand das Samenfett zu rund der Hälfte aus Linolsäure und zu etwa 30 % aus Ölsäure. Daneben enthalten die Samen Ballaststoffe und Eiweiß.

„Mariendisteltee und Mariendistel-Extrakt sind ernährungsphysiologisch dasselbe“ – stimmt das?

Teilweise wahr: Beides stammt zwar aus derselben Pflanze, ist aber nicht gleichzusetzen. Tee, ganze Samen und standardisierte Extrakte unterscheiden sich deutlich in Zusammensetzung und Einsatzmenge.

Quellen

Redaktionell geprüft · Stand

  1. European Union herbal monograph on Silybum marianum (L.) Gaertn., fructus · European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), 2018
  2. Milk Thistle: Usefulness and Safety · National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH), NIH, 2025
  3. Milk thistle for alcoholic and/or hepatitis B or C virus liver diseases · Cochrane Database of Systematic Reviews (Rambaldi A et al.), 2007
  4. Fatty acids, essential oil and phenolics composition of Silybum marianum seeds and their antioxidant activities · Pakistan Journal of Pharmaceutical Sciences (Mhamdi B et al.), 2016