Mastix ist das getrocknete Harz eines Strauchs von der griechischen Insel Chios. Eine EU-zugelassene Gesundheitsangabe gibt es nicht: Die EMA führt Mastix nur aufgrund langer Anwendung als traditionelles Arzneimittel bei leichten Verdauungsbeschwerden. Die Studien zu Helicobacter pylori sind klein und widersprüchlich.
Mastix ist ein Harz. Es tritt aus Schnitten in der Rinde des Mastixstrauchs aus und trocknet zu hellen Körnern, den „Tränen“. Der Strauch gehört zur selben Gattung wie die Pistazie.
In Griechenland ist Mastix vor allem ein Aroma, zum Beispiel in Gebäck, Desserts und Likör. Daneben gibt es Pulver und Kapseln als Nahrungsergänzung sowie Arzneimittel und Kosmetik mit Mastix.
In der griechischen Küche gibt Mastix Gebäck, Süßspeisen und Getränken ein harziges, leicht nach Kiefer schmeckendes Aroma. Die Körner werden dafür fein gemahlen. Ein Mastix-Likör von Chios ist ebenfalls geschützt.
Ideen aus der Küche, passend zum griechischen Thema: Griechischer Joghurt mit Honig und Pistazien, Lachs mit Pistazienkruste auf Spinat oder ein Chia-Granatapfel-Dessert mit Pistazien. Mehr zum Joghurt liest du im Lexikon.
Für Mastix als Lebensmittel gibt es keine amtliche Höchstmenge – weder von der EU noch vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
Für traditionelle pflanzliche Arzneimittel nennt die Monographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für Erwachsene 0,5 bis 1 g zweimal am Tag, also 1 bis 2 g am Tag. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt sie Mastix nicht, weil Daten fehlen.
Halten Beschwerden länger als zwei Wochen an, soll laut Monographie eine Ärztin oder ein Arzt draufschauen.
Die EMA-Monographie nennt keine bekannten Nebenwirkungen. Wer überempfindlich auf Mastix reagiert, soll es nicht nehmen. Werden Beschwerden während der Einnahme schlimmer, rät sie zum Arztbesuch.
Auf der Haut kann Mastix eine Kontaktallergie auslösen. In einer US-Klinik reagierten 13 von 18 Menschen, die einen Wundkleber mit Mastix nicht vertragen hatten, im Hauttest auf das Harz. Unter 250 Menschen ohne diese Vorgeschichte war es einer.
| Medikament | Gut zu wissen |
|---|---|
| Medikamente allgemein | Die EMA-Monographie nennt keine bekannten Wechselwirkungen. Gezielt untersucht wurde das aber kaum. |
| Behandlung gegen Helicobacter pylori (Antibiotika und Säureblocker) | Mastix wurde in kleinen Studien zusätzlich zu dieser Behandlung getestet. Sie gehört in ärztliche Hand – Mastix ersetzt sie nicht. |
Nimmst du regelmäßig Medikamente, frag vor einem Präparat in der Apotheke oder Praxis.
Laut EMA ist die Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit nicht belegt. Sie rät deshalb von der Anwendung ab. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt sie Mastix zum Einnehmen ebenfalls nicht.
Diese Bewertung gilt für Arzneimittel. Zu kleinen Mengen als Aroma im Essen sagt sie nichts. Präparate nur nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Hebamme.
Die meisten Studien zu Mastix kommen aus Griechenland und sind klein. Hier steht, was untersucht wurde, an wem und mit welchem Ergebnis – ohne Versprechen.
Eine griechische Studie (2010) gab 148 Menschen mit Oberbauchbeschwerden ohne erkennbare Ursache drei Wochen lang Mastix oder ein Scheinmittel. Mit Mastix besserten sich die Beschwerden bei 77 von 100, mit Scheinmittel bei 40 von 100. Es blieb bei dieser einen Studie aus einem Zentrum.
Im Labor hemmte Mastix das Bakterium. Am Menschen war das Bild gemischt: In einer kleinen Studie (2003) blieb der Keim bei allen 8 Teilnehmenden nachweisbar. In einer anderen (2010) war er nach Mastix allein bei 9 von 26 verschwunden, mit der üblichen Therapie bei 10 von 13. Eine Pilotstudie aus Indien (2026) mit 64 Menschen fand als Zusatz zur üblichen Therapie keinen gesicherten Unterschied.
Eine Übersicht (2023) fand acht Arbeiten, darunter auch Tierversuche. Fast alle stammen aus Griechenland. Die Autorinnen und Autoren fordern bessere Studien, bevor man Schlüsse zieht.
Eine Studie (2016) untersuchte 156 Freiwillige mit hohen Cholesterinwerten über acht Wochen. Nur in einer von drei Mastix-Gruppen unterschied sich das Gesamtcholesterin leicht vom Scheinmittel. LDL und HDL blieben in allen Gruppen gleich. Die Placebo-Gruppe war mit 23 Personen klein.
Supplement-Tracker: Einnahme planen und abhaken
Das getrocknete Harz des Mastixstrauchs von der griechischen Insel Chios. Es wird als Aroma, als Kaugummi und in traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln verwendet.
Eine EU-zugelassene Gesundheitsangabe gibt es nicht. Die EMA führt Mastix als traditionelles Arzneimittel bei leichten Verdauungsbeschwerden – auf Grundlage langer Anwendung, nicht von Wirksamkeitsstudien.
Für Lebensmittel gibt es keine Höchstmenge. Für traditionelle Arzneimittel nennt die EMA 1 bis 2 g am Tag für Erwachsene, verteilt auf zwei Portionen.
Eine amtliche Empfehlung zur Tageszeit gibt es nicht. Die EMA-Angaben gelten nur für Arzneimittel, nicht für Pulver und Kapseln aus dem Handel.
Die wenigen Studien am Menschen sind klein und widersprüchlich. Eine Helicobacter-Infektion gehört in ärztliche Hand.
Die EMA nennt keine bekannten Nebenwirkungen. Auf der Haut sind Kontaktallergien beschrieben. In Schwangerschaft, Stillzeit und unter 18 Jahren rät die EMA ab.
Nur aus dem Süden der griechischen Insel Chios. Der Name „Masticha Chiou“ ist in der EU als Ursprungsbezeichnung geschützt.
Diese Seite informiert, sie ersetzt keine ärztliche Beratung. SmarTasty verkauft keine Nahrungsergänzungsmittel.